Luftschadstoffe

Durch die Verwendung von belasteten Baustoffen im Innenraum (mit z.B. Holzschutz- und Lösemittel usw.), den Einsatz von mittlerweile über 50.000 synthetischen Produkten und die immer niedriger werdenden natürlichen Luftwechsel, kommt es zur verstärkten Anreicherung mit Substanzen, welche die Qualität der Raumluft stark mindern können.
Nicht selten handelt es sich um krebserzeugende, fruchtbarkeitsstörende oder andere toxische Stoffe.
Durch Analyse der Raumluft sind mögliche Quellen identifizierbar, was für eine Sanierung unentbehrlich ist. Parallel zu den Schadstoffmessungen sind auch die Klimadaten aufzunehmen.
» Fasern und Partikel
Durch den Abrieb von diversen Oberflächen, der Tierhaltung oder dem Einbau von leichtfasrigen Materialien kommt es zum Eintrag allergie- auslösender Fasern und Partikeln.
Früher wurden schwachgebundene Asbestprodukte im Innenraum eingesetzt, deren krebsauslösende Feinstaubfasern heute noch immer nachweisbar sind.
Auch neuere Dämmstoffe, wie künstliche Mineralfaserplatten (KMF), haben noch ein gewisses kanzerogenes Potential. Besonders bedenklich sind die relativ hohen Feinstaubanteile in Innenräumen, die durch herkömmliche Sauger nicht entfernt werden können und an denen sich vermehrt schwerflüchtige Schadstoffe anhaften. Diese sind dann noch über viele Jahre vorherrschend.
Zusammenfassend können folgende Größen auf die Raumluftqualität einen negativen Einfluss haben:
| • | Lösemittel/Riechstoffe und andere leichtflüchtige Gase (VOC) aus z.B. Möbel, Baumaterialien, Farben |
| • | Formaldehyd und andere giftige Gase aus z.B. Pressspanplatten |
| • | Schwerflüchtige Stoffe, wie Biozide, Flammschutzmittel, Weichmacher... aus z.B. Teppichen, Möbeln |
| • | Natürliche und künstliche Asbest-, Mineral- und sonstige Fasern aus z.B. Dämmstoffen |
| • | Partikel (Grob- und Feinstaub, Schwebstoffe) durch z.B. Abrieb an diversen Oberflächen |
| • | Raumklima (Temperatur, Feuchte, Kohlendioxid, Gerüche...) |